Mehr Demokratie in Thüringen für Absenkung des Wahlalters

Erstwahl noch während Schulzeit bietet Bildungschance

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Der Thüringer Landesverband des Vereins Mehr Demokratie unterstützt die Initiative der Landesregierung für eine Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre. „Damit könnten mehr als 25.000 Thüringer Jugendliche frühzeitig Erfahrungen mit dem demokratischen System sammeln und erleben, was sie mit ihrer Wählerstimme bewegen können“, so Ralf-Uwe Beck, Sprecher von Mehr Demokratie in Thüringen.

Viele Jugendlichen würden damit die Erfahrung der ersten Wahl während ihrer Schulzeit machen. Dies böte die Chance, politische Bildung in der Schule an einem konkreten Anlass auszurichten und auf die Fragen der Jungwähler gezielt einzugehen. Schließlich sei eine Absenkung des Wahlalters auch angesichts der demografischen Entwicklung geboten. „Jugendliche stellen zunehmend eine gesellschaftliche Minderheit dar. Können sie früher wählen, können sie auch eher selbst für ihre Interessen eintreten.“

Nach Ansicht von Mehr Demokratie gibt es keine schlüssige Begründung, das aktive Wahlrecht an die Volljährigkeit zu binden. „Die Gesellschaft muss gute Gründe haben, Menschen ihr Wahlrecht vorzuenthalten. Das fällt bei 16- und 17-jähringen, denen in vielen Bereichen eine eigene Urteilsfähigkeit zugetraut wird, zunehmend schwer“, so Beck.

Thüringen würde mit der Absenkung kein Neuland betreten. Jugendliche ab 16 Jahren können sich bereits in der Hälfte der Bundesländer an Kommunalwahlen beteiligen, in Bremen, Brandenburg, Hamburg und Schleswig-Holstein auch an Landtagswahlen.

In Thüringen gibt es seit Mai 2009 mit dem Einwohnerantrag die Möglichkeit für Jugendliche ab 14 Jahren, sich in die Kommunalpolitik einzubringen. Tatsächlich wurde der erste Thüringer Einwohnerantrag bereits im Frühsommer 2009 von Schülerinnen und Schülern in Gera initiiert.

Bei Rückfragen: Ralf-Uwe Beck, 0172-7962982

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